Zwift statt Siff oder „Verbindungsabbruch!“ ist der neue Platten!

Ein Erlebnisbericht von Stefan Rühl!

Es ist Montag Abend, 18:00 Uhr in Werne. Das durchschnittliche Vereinsmitglied des RSC Werne öffnet sich eine Flasche Dortmunder Bier und freut sich auf einen gemütlichen Fernsehabend, um sich von den Strapazen des Wochenendes zu erholen. Bei einem kleinen Teil der Sportler tun sich allerdings merkwürdige Dinge. Gegen 18:10 Uhr steht der Radsportler auf, geht ins Bad, um sich frisches Gel in die Haare zu dosieren, zu fönen und die Augenbrauen nachzuziehen. Danach kleidet er sich in einen Aero-Einteiler um dann einen Raum zu betreten, der einem normalen Radsportbegeisterten so fremd ist wie die Brücke des Raumschiff Enterprise. Im Zentrum steht eine Maschine, die entfernt an ein Hochleistungs-Rennrad erinnert, jedoch mit allerhand futuristisch anmutenden elektronischen Geräten entstellt ist. Vor dem Rad steht ein mindestens 65“ großer Monitor, die anderen Wände sind mit bodentiefen Spiegeln verkleidet. Die Szenerie ist in ein hellblau schimmerndes Licht getaucht. Der Radsportler startet die Computer, schwingt seinen Astralkörper auf die Maschine und fängt mit konzentriertem Blick an, zu treten. Ab und zu blickt er nach links oder rechts in einen der Spiegel und wirkt sehr männlich und sehr zufrieden…

Soweit die Vorurteile – zu Zwift – “virtuelles” Radfahren.

Aber die Wahrheit sieht anders aus. Nachdem sich der ambitionierte Radsportler das Geld für das Indoor-Trainingsequipment über Jahre hinweg vom Biergeld abgespart hat und der Traum vom Training vor dem heimischen Großbildfernseher im Wohnzimmer 10 Sekunden nach Ankunft des Ehepartners geplatzt ist, landen die meisten Trainingswilligen wie Harry Potter in einer Kammer unter der Treppe, wo sich nach einer halben Stunde Training die Rauhfasertapete, vom Schweiß vollgesogen, freiwillig von der Wand löst.

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Dies ist dann eher eine 43 Zoll Fernseher-Ansicht im Frontmodus!

Der Unbeirrbare starrt mit zugekniffenen Augen auf den kleinen Bildschirm seines Handys und versucht, die Informationen, die von der Trainingsplattform bereitgestellt werden, zu entziffern. Nebenbei versucht er noch, das Kind zu betreuen und den Müll rauszubringen…

 

 

 

Das ist die Realität – interpretiert von Stefan!

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Manche haben das Glück und dürfen das Indoor-Equipment auch im Wohnzimmer aufstellen!

 

Ungeachtet der menschenverachtenden Bedingungen dieser Trainingsmethode treffen sich trotzdem jeden Montag Abend um 18:30 Uhr so um die 10 RSC-Unbeirrbare, um ihr Leid mit anderen zu teilen. Hier werden die Möglichkeiten der Trainingsplattform „Zwift“ genutzt, um trotz Corona-Pandemie und früher Dunkelheit gemeinsam mit Gleichgesinnten Zeit auf dem Rad zu verbringen. Bei Zwift bietet sich die sogenannte Gruppenfahrt an, die die

 

Radsportler/innen unabhängig von ihrer Leistung immer wie mit einem Gummiband verbunden in der Gruppe zusammenhält.

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Die Gruppe fährt gemeinsam – aber am Ende gibt es einen Sieger?!

Leistungsunterschiede werden nur anhand der Position innerhalb der Gruppe deutlich. So ist eine gemeinsame Ausfahrt möglich, aber auch ein spannender Sprint oder eine packende Bergankunft. Zur gemeinsamen Unterhaltung wird noch ein Chat auf einer anderen Plattform gestartet, der allerdings meistens am ersten Berg ein wenig an Aktivität nachlässt. Spätestens nach der Bergankunft wird aber wieder fleißig fachgesimpelt und über die Möglichkeiten des Erwerbs von neuen virtuellen Laufrädern diskutiert, die, anders als im realen Leben, mit Schweißtropfen anstatt mit Geld bezahlt werden können.

Am Ende der Ausfahrt, bei der meistens der ein- oder andere mit einem Verbindungsabbruch ausscheidet, freut sich aber jede/r wieder auf das Wochenende, wenn man wieder mit vollem Einsatz im Matsch spielen kann!

Was man für Zwift braucht…

Um mitfahren zu können, benötigt man folgende Ausrüstung:

  • Einen Zugang zur Online-Plattform Zwift (14,99€ pro Monat, monatlich kündbar).
  • Eine steuerbare Rolle, in der einfachsten Ausführung bereits ab 200€ erhältlich aber die komfortableren und leiseren direktgetriebenen Modelle liegen in einer Preislage von ca. 600€. Nach oben gibt es wie immer keine Grenzen.
  • Ein Rennrad, möglichst aus Aluminium (Carbon ist empfindlich und muss vom Rahmenhersteller für den Betrieb mit einer Rolle freigegeben sein).
  • Ein Rechner oder Laptop mit halbwegs moderner Graphikkarte und mindestens Windows 10.
  • Einen Ant+-Adapter oder ein Bluetooth-fähigen Rechner.
  • Für den Chat ein Handy mit Headset.
  • Wenn gewünscht, weitere Sensoren wie Herzfrequenz oder Trittfrequenz (diese wird aber teilweise vom Trainer schon mitgeliefert)

Wer Interesse hat, ebenfalls mitzufahren, schickt bitte eine WhatsApp in unsere RSC-Gruppe und wird dann in die Zwift-Gruppe des RSC eingeladen. Wir freuen uns auf viele weitere Teilnehmer/innen!

Es war eine Herausforderung!

Der RSC 79Werne e.V. hatte seine Mitglieder zur Zwischen Weihnachten und Feuerwerk-Challenge 2020 eingeladen!

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Die Einladung lautete:
Wer hat Lust auf die 8-Tage ZWUF-Challenge?
400 km statt 4.000 Kalorien oder 500 km statt 5.000 Kalorien!
Die RSCler/innen hatten die Wahl!

Vom 24.12. bis zum 31.12.2020 – also in 8 Tagen – sollten am Ende entweder 400 km oder 500 km auf dem Tacho stehen, um die ZWUF-Auszeichnung zu bekommen. Das Motto forderte wie folgt auf:
Trotzt dem Wetter, trotzt den Kalorien, nehmt die Herausforderung an mit “Runter von der Couch, rauf aufs Rad!”

Und nur jeder Kilometer draußen zählte für die Kilometerwertung!
Kilometer auf der Rolle oder dem elektrischen Rollentrainer im heimischen Wohnzimmer zählten daher bei dieser Challenge nicht.

Logbuch einer Teilnehmerin – Monika Biermann:

1. Tag: 24.12.2020 – Heiligabend – Donnerstag
Es war kühl – 8 Grad und leicht feucht, aber es ist der erste Tag der Challenge und da konnte ich nicht “kneifen”. Start um 10:15 Uhr, denn um 13:00 Uhr mussten wir spätestens wieder zu Hause sein, da der Rehbraten noch in den Backofen musste. Es war schlammig von unten, aber relativ trocken von oben. Nach 43 km über Kamen und Bergkamen waren mein Mann Peter und ich wieder zu hause. Die ersten Kilometer für mein Ziel “400 km in 8 Tagen” waren eingefahren.

2. Tag: 25.12.2020 – 1. Weihnachtstag – Freitag
Heiligabend hatte ich die Ø 50 km pro Tag (um in 8 Tagen 400 km zu schaffen) nicht erreicht, also mussten es heute mehr werden. Peter hatte sich die 500er zum Ziel gesetzt und das hieß, er musste noch mehr aufholen. Damit war heute die Devise: getrennt fahren, damit jeder sein Tempo und seine Kilometer fahren konnte. Für mich ging es um 10:30 Uhr alleine auf die Strecke Richtung Hammer Osten, an der Gerthe entlang bis zum alten Bahndamm und dann über Kamen und Bergkamen wieder zurück nach Werne. Nach 3,5 Stunden und 66 km war ich wieder zu Hause. Der Wind und der leichte Regen hatten mich nicht abgehalten, aber die warme Dusche war absolut notwendig.

3.Tag: 26.12.2020 – 2. Weihnachtstag – Samstag
Schon wieder aufs Rad – ich war mit nicht so sicher. Vor allen Dinge, da das Wetter nicht besser war als am Tag zuvor. Mein Motivationsschub heute war, dass unsere Tochter Lust hatte, uns zu begleiten. Zu Dritt suchten wir die Abwechslung von heimischen Strecken dann beim Bahntrassenradeln im Mittleren Ruhrgebiet. Wir fuhren mit dem Auto nach Bochum an und am Ende wurden es 60 Fahrradkilometer über die Springoriumtrasse, Grugaweg, Trasse Zeche Zollverein und die Erzbahntrasse wieder zurück nach Bochum. Manchmal blitzte sogar die Sonne durch, was auch einige Fußgänger auf die Trassen lockte, die wir dann gekonnt umfahren mussten. Tolle Tour mit neuen Ausblicken aufs Ruhrgebiet. Da wir uns aber erst spät auf den Weg gemacht hatten, wurde es schon dunkel, als wir beim Auto wieder zurück waren. Für einen warmen Kakao war uns die Schlange bei McDonalds echt zu lang, aber zum Glück gab es nebenan eine Tankstelle, so dass wir mit warmen Getränken auch von innen wieder warm wurden.

4. Tag: 27.12.2020 – Sonntag
Der morgendliche Blick auf die Wettervorschau und die Niederschlagsprognose verhieß nichts gutes – Sturmböen bis 72 km/h aus Südwest und das den ganzen Tag. Sollten wir uns wirklich aufs Rad wagen? Wenn ich die Challenge schaffen wollte, blieb mir nichts anderes übrig. Ich weiß, dass ich keine 100 km am Tag fahren kann, um ggfs. nicht gefahrene Tage damit wieder auszugleichen. Meine Devise für die Challenge war: Jeden Tag fahren! Also blieb mir nichts anderes übrig. Peter brauchte auch seine Kilomter und unsere Tochter, sagte spontan: Ich fahr auch wieder mit. Also ging es los. Gut eingepackt in Regenjacken und Regenhosen ging es am Kanal entlang Richtung Preußenhafen (Kiosk leider geschlossen) und dann über den Sesekeradweg und Kamen wieder zurück nach Werne. Mancher Böe mussten wir uns wirklich entgegenstemmen, um nicht in den Kanal oder vom Sesekedamm gepustet zu werden. Nach 42 km waren wir dann wieder Zuhause. Damit mir wir wieder Kleidung für morgen hatten, hieß es erneut: Waschmaschine starten. Diese startete mit leichtem Knirschen, da sie auch schon an den vorausgegangenen Tage einiges an schmutziger Wäsche waschen musste.

5. Tag: 28.12.2020 – Montag
Da Funktionskleidung die Eigenschaft hat, schnell zu trocknen, konnten wir unsere Hosen und Trikots von gestern gleich wieder anziehen. Heute hieß es dann wieder getrennt fahren, denn Peter brauchte ein paar Kilometer mehr für die 500er-Challenge. Meine “Allein”-Strecke führte mich über Bönen bis nach Unna und dann über Methler und Bergkamen wieder zurück nach Werne. 53 km standen am Ende auf dem Tacho. Heute lief es gut, meine Beine waren nicht zu müde und die Lust am Radeln war einfach da – ich merkte, dass mir das Training der Tage zuvor gut getan hatte. Manchmal kam die Sonne durch und so machte der Tag richtig Spass.

6. Tag: 29.12.2020 – Dienstag
Nochmal aufs Rad? Ja – denn sonst würde ich die 400er nicht schaffen – und das war mein erklärtes Ziel. Die Marathon-Strecke rund um Hamm war die Grundrichtung unserer heutigen Tour. Peter und ich wollten zusammen fahren und mein Vorteil dabei ist, dass ich im Windschatten ein paar Körner sparen kann. Heute merkten wir beide, dass wir etwas müde waren, aber zusammen kann man sich dann immer ganz gut motivieren und so ging es auf die Strecke rund um Hamm. Auf dem Rückweg Richtung Werne, traf uns dann auf dem Mitteldamm am Kanal der Regen von oben. Aber für die letzten 8 Kilometer wollten wir die Regenhosen nicht mehr auspacken. Also Augen auf und durch, die warme Dusche wartete.

7. Tag: 30.12.2020 – Mittwoch
Die Radhosen und Regenjacken, die Gamaschen und Buffs waren passend wieder sauber und trocken. Für die 400er fehlten mir noch 90 km und Peter für die 500er noch 140 km. Ich wollte mir ein kleines Polster erfahren, damit ich an Silvester etwas weniger fahren musste und eine 70-km Tour wäre für Peter genau die Hälfte gewesen. Also wurde es die 70-km Tour – meine Königsetappe. Wir fuhren Richtung Norden – bis zum nördlichsten Punkte der Tour in Albersloh ging es mit wunderbarem Rückenwind aus Südwest schnell voran und am Werseradweg war es idyllisch ruhig. Aber nach dem Drehpunkt der Tour wartete der Gegenwind auf uns. Die zweiten 35 km waren deutlich anstrengender. Und von km 60 bis 65 hatten wir dann den extremsten Regen der bisherigen 7 Tagen. Die Regentropfen waren wir Nadelstiche auf der Haut. Aber auch das ging vorbei und die letzten 7 Kilometer bis Stockum waren wieder trocken. 72 Kilometer an einem Tag – das hat mich echt gefreut und danke auch an Peter, der ein perfekter Windschattenfahrer ist!!

8. Tag: 31.12.2020 – Silvester – Donnerstag
Letzer Tag der Challenge – und ich wusste ich würde es schaffen. Um die 400 km voll zu bekommen, musste ich nur noch 20 km fahren, das war machbar. Zum Ende wurden es 29 km – eine lockere Runde über Herringen und Overberge – es lief gut – wahrscheinlich auch in dem Bewusstsein, dass ich mein Zeil erreicht hatte. Die 8 Tage waren anstrengend. Vieles drehte sich ums Radfahren, Wäsche waschen, warm werden, Beine und Lunge anstrengen und ums “Motiviert bleiben”, aber am Ende: geschafft!

Fazit: Es hat Spaß gemacht, den eigenen Schweinehund so manches mal zu überwinden, dem Wetter zu trotzen, der eigenen Erschöpfung etwas entgegen zu setzen und letzlich, die Challenge zu schaffen.

Ende Logbuch!

Das schwierige an der Challenge waren sicherlich die nicht immer einfachen Wetterverhältnisse, aber auch die Integration in gewohnte Tagesabläufe. Wer gemeinsam mit Familienmitgliedern fahren konnte, hatte Glück. Andere mussten sicherlich manche Stunde opfern. Und gemäß Corona-Regeln ging es eben nur alleine, zu zweit oder als Familie auf die Strecke.
Glückwunsch an alle, die es geschafft haben.

Insgesamt haben 12 RSCler mehr als 500 km in 8 Tagen geschafft, einige knapper, andere um so deutlicher.
Peter Jücker mit 803 km und Jürgen Teicher mit 725 km wirklich deutlich mehr, und dies insbesondere weil manche Tagesetappen mit mehr als 120 km darunter waren. Andere haben mit knapp über 500 km die 500er Challenge gerade geschafft. Die Punktlandung machte hier unser Präsi Frank Volmerg mit 501 km – aber: geschafft ist geschafft!

Unserem jüngsten Teilnehmer Luca Weber (9 Jahre) ging es eher nicht um das Erreichen des Ziels, aber auch ein Lob an ihn, dass er den widrigen Wetterumständen trotzte und mit seinem Vater Michael die Halden um Hamm erkletterte!

Weitere 5 Teilnehmer schafften die 400er Marke – Glückwunsch! Und zwei Stragegien gingen dabei auf – entweder stetig fahren oder über verschieden hohe Tagesleistung gemischt mit Tagespausen auf die Gesamtkilometer zu kommen!

Alle Teilnehmer/innen mit gemeldeten Kilometerleistungen werden sich über eine Auszeichnung freuen können! Für die 400er und 500er-Finisher gibt es zudem eine Sonder-Auszeichnung! Wir informieren Euch!

Hier die Liste der 17 Finisher:

FinalFinal_ZWUF2020 Ergebnisliste

ZWUF

 

 

 

 

WWBTAbasage2021Unsere 14. Münsterland CTF war für den 10.01.2021 geplant.

Es sollte nicht sein!

Wir hätten gerne den Einstieg ins Radsportjahr 2021 wie gewohnt mit der Westfalen-Winter-Bike-Trophy genommen.

Aber: Corona macht uns einen Strich durch die Rechnung.

Bei einem Veranstaltungsverbot bis zum 31.12.2020 ist es nicht möglich am 10.01.2021 eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen, die den dann geltenden Regelungen genügen kann. Die Vorbereitungszeit ist mit der aktuell ungewissen Situation zu kurz und den Spass an der Veranstaltung sowie das gewohnte WWBT-Feeling können wir nicht garantieren.

Aber nicht nur uns geht es so – auch den anderen Vereinen der Veranstaltergemeinschaft ist die Situation zu unsicher und unkalkulierbar – dies gilt für den früheren Termin des SC Capelle sowie auch für alle uns nachfolgenden WWBT-Termine.

Aber nicht nur die Durchführung als solche oder die fragliche Genehmigung sind unsere Bedenken, sondern insbesondere möchten wir auch die Sicherheit der Teilnehmer/innen und Helfer/innen nicht gefährden.

Und damit: Schweren Herzens wird die ganze WWBT Serie für 2021 abgesagt und das heißt auch unsere für den 10.01.2021 geplante CTF.

Zur offiziellen Absage: Link zur WWBT-Website.

 

Die Senioren aus der Rennabteilung des RSC Werne waren auch am 06.09.2020 wieder aktiv dabei!

Beim Rennen in Melle am 06.09.2020 zum Großen Preis “Zentrale Autoglass” starteten gleich 4 RSCler.

Im mit über 30 Startern sehr gut besetzten Feld der Klasse Senioren 3 (50-59 Jahre) starteten gleich 3 RSCler. Der Sieger des als Kriterum ausgetragenen Rennens über 43,75 km fuhr einen Schnitt von beachtlichen 43 km/h und Daniel Schulte vom RSC Werne fuhr nicht viel langsamer, denn er platzierte sich auf einem sehr guten 11. Platz.

Dirk Riechers fuhr auf den 21. Platz und Stefan Kramer kam bei seinem ersten Rennen dieser Saison mit dem großen Feld ins Ziel.

Als Kriterium wird ein Radrennen bezeichnet, das auf einem Rundkurs ausgetragen wird und bei dem durch regelmäßige Wertungssprints Punkte vergeben werden. Es gewinnt nicht der Fahrer, der als erster über die Ziellinie fährt, sondern der Fahrer, der über die diversen Sprints und die dort erzielten Platzierungen, die meisten Punkte erzielt hat. Die Starter vom RSC mussten sich also in jeder Wertungsrunde nochmal besonders anstrengen, um ihre Plätze zu erzielen.

In der Klasse der Senioren 4 (60-69 Jahre) startete in einem ebenfalls mit über 30 Startern sehr gut besetzten Feld der RSC-Fahrer Peter Dercken und landete in der abschließenden Wertung auf dem 18. Platz. Die Streckenlänge mit 43,75 km und einer ähnlichen Durchschnittsgeschwindigkeit wie bei den Senioren 3 zeigt, dass die Leistungsklassen hier sehr dicht beieinander liegen.

Tolle Rennimpressionen aus Melle:

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Nicht nur die Frühjahrsklassiker und der Tour de France-Zirkus werden gefahren, auch die Lizenzfahrer des RSC Werne starten wieder bei Radrennen.

Und das mit Erfolg! Weiterlesen

Da der Ötztaler dieses Jahr auch Corona bedingt abgesagt wurde, sind wir unseren Ötzi-Ersatz gefahren.

Gefahren sind Roman Harcek, Stefan Rühl, Stefan Lukat und Michael Weber.

Michael Weber hatte die Strecke vorab erarbeitet und sich bemüht, das Ötztaler-Feeling – mit Streckenlänge, Höhenmetern – in Sauerland zu holen.

Das Vierer-Team hatte folgende ötztaler-gleiche Strecke vor sich: 247km, 2296 Höhenmeter,

Geschafft haben sie das wie folgt: reine Fahrzeit 9:42 Stunden und Gesamtzeit mit Pausen 12:48 Stunden.

Los ging es um 07:00 Uhr Richtung Möhnesee. Von dort auf eine alte Bahntrasse bis Belecke. Ein kleines Frühstück in Kallenhardt als Zwischenstärkung und als Ersatz für die Verpflegungsstellen beim Ötztaler, danach hinter Warstein Richtung Olsberg. Kurz vor Olsberg der erste Plattfuß und es sollte nicht der letzte sein. Insgesamt mussten drei Platten auf der Strecke geflickt werden.

Eine 18% Rampe gab es bei den Bruchhauser Steinen, bevor es runter nach Willingen ging. Dort gönnten wir uns eine Warmverpflegung.

Gut gestärkt rauschten wir zum Diemelsee und von dort bis zum Aabachstausee und dieser Teil der Strecke war gespickt mit reichlich Höhenmeter.

Am Aabachstausee war dann auch der Wendepunkt. Es ging Richtung Büren, da wurde es auch langsam flacher.

Über Soest durch Paradies nach Welver. Und ab Pelkum träumten die 4 Fahrer schon vom verdientem “Feierabend”bier.

Super Leistung!!
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Im Rahmen der Statdteilentwicklungin Lünen Gahmen ist auf dem Haldenplateau Victoria 3/4 ein amtlicher Pumptrack und eine Dirtline, sowie eine 500 Meter lange Trailabfahrt entstanden, die Biker/innen aus Lünen und der Umgebung begeistern. Die MTB-Kids vom RSC-Werne waren am 18.08. bei der Eröffnung dabei und haben im Training am 25.08.2020 die Anlage erneut getestet. Der Stadt Lünen und allen Beteiligten ist eine großartige Anlage gelungen.

Hier der beeindruckende Link zum Video der Eröffnungsveranstaltung mit einigen spannenden Eindrücken auch von RSC-Biker/innen: https://kkg-luenen.de/bikepark-eroeffnung-das-video/

Das Video kommt von der Homepage des Käthe-Kollwitz Gymnasiums, das nun das MTB-Training mit ins Schulprogramm aufnehmen wird. Auch die umliegenden Vereine, wie der RSV Lünen und der RSC Werne freuen sich auf eine intensive Nutzung der Strecke. Beim Training am 25.08.2020 ging es dann ums “Springen” oder wie die Biker/innen es sagen: um Airtime-Tricks. Dazu gehören der Whip, der Bunny Hop oder ein Drop. Fremdwörter? Nicht mehr für uns!

Und so sieht das dann beim Training aus – danke an Roland für die tollen Fotos und Applaus für an die MTB-Kids für ihr Können:

Lünen Gahmen3 Lünen Gahmen2 Lünen Gahmen1 Lünen Gahmen

Kurztrainingslager RSC Radler im Schwarzwald und in den Vogesen

Hier der Bericht eine Teilnehmers:

Nachdem coronabedingt  in diesem Jahr die eigentlich geplante Radtour entlang legendärer Tour de France Etappen abgesagt werden mussten, bezogen die RSC Radler Markus Fleige, Peter Dercken, Peter Jücker, Jörg Schneider, Heiko Schmidt und Daniel Schulte Mitte August ihr Ersatztrainingslager in Kirchzarten im Schwarzwald.

Während Heiko Schmitt als Novize zum ersten Mal dabei war, sind die anderen 5 ein eingespieltes Team: Peter Jücker ist der Buchungs- und Tourenmanager, Peter Dercken der medizinische Betreuer, Markus Fleige ist der Mann fürs Handwerkliche, Jörg Schneider der Edeldomistike und Daniel Schulte der Bildungs- und Kulturbeauftragte.

Insgesamt legten die 6 Radler an den ersten 3 Tagen insgesamt 330 KM mit über 7000 Höhenmetern im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Frankreich zurück. Zuerst wurden im Schwarzwald der Feldberg, der Schauinsland und der Kandel bezwungen. Für die Königsetappe fuhr man anschließend noch in die Vogesen. Dort musste die RSCler den 22 KM langen Anstieg über den Hartmannsweilerkopf zum Grand Ballon auf 1300 Meter über NN hinaufgeklettert. Damit aber nicht genug, es bäumten sich bei über 35 Grad noch der Petit Ballon und der Col de Firstplan vor den Werner Radfahrern auf. Verständlich, dass der letzte Trainingstag dann nur noch für eine 70 KM lange Rollertour zwischen Freiburg und Merdingen genutzt wurde, so dass unterm Strich insgesamt 400 KM in fünf Tagen gefahren wurden.

Die 6 Radler werden auch im nächsten Jahr wieder eine Tour organisieren. „Dann sollten wir aber noch ein wenig mehr die ungeschriebenen Gesetze des Radsports befolgen. Es sollte halt nicht 50 Meter vor der Passhöhe der Radler überholt werden, der die Gruppe 20 KM über den Berg gezogen hat. Und auch der Gesamtführende darf am letzten Tag nicht mehr angegriffen werden“ stellt der Radkulturbeauftragte Daniel Schulte mit einem Augenzwinkern fest. Aber daran wird mit Sicherheit bis zum nächsten Trainingslager noch hart dran gearbeitet. Schließlich treffen sich die Radler noch bis Ende September jeden Mittwoch beim Rennradtreff an der Goerdelerstraße.

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Und hier der Bericht dazu von Dirk Pohl:

Schon seit ein paar Monaten gab es unter den Touristikern des RSC Werne die Idee einer Fischbrötchentour, also einer Fahrt zur Nordsee und zurück – und das an EINEM TAG. Mit seinen Nachfragen und Vorschlägen sorgte Stefan Rühl dafür, daß die Idee nicht in Vergessenheit geriet. Am Freitag, den 07.08.2020 war es soweit. Gegen 19:30 Uhr ging es mit zwei Teilnehmern los. Stefan Rühl und Dirk Pohl starteten bei bestem Wetter. Geplant war, die knapp 500 km von Werne nach Hooksiel und zurück mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h in einer reinen Fahrtzeit von 20 Stunden zu absolvieren. Dazu 4 Stunden Pause. Für Samstagabend gegen 19:30 Uhr war die Rückkehr geplant. Der Track führte über Münster und Greven nach Ibbenbüren, weiter über Löningen, Friesoythe, Bad Zwischenahn, Zetel und Wilhelmshaven nach Hooksiel. Und retour. Von Anfang an ging es flott voran. Bei Einbruch der Nacht erreichten die Radler den Teuto. Zwei moderate Anstiege, dann waren sie auf der niedersächsischen Seite. Von da an führte der Weg über einsame Straßen und durch stille Dörfer Richtung Nordsee. Flache, lange Geraden, kaum Autos auf den Straßen. Die beiden Radsportler machten gut Kilometer. Gegen 4:30 Uhr wurde es langsam hell. Bis dahin hatte es sich auf frische 13 Grad abgekühlt. Stefan und Dirk kamen in Hooksiel um etwa 6:15 Uhr an. Für fast 11 Stunden im Sattel war die körperliche Verfassung erstaunlich gut. Die beiden hatten aber auch darauf geachtet, im Grundlagenbereich zu bleiben und sich in der Führungsarbeit abzuwechseln.

Nach einem ausgiebigen Frühstück (ohne Fischbrötchen) in der Nähe des Alten Hafens von Hooksiel machten sie sich auf die Rückfahrt. Bei zunehmendem Auto- und LKW-Verkehr benutzten die beiden meistens  Radwege. Dort war das Fahren anstrengender als auf der Straße.  Zwar waren die Radwege über weite Strecken in einem guten Zustand, es gab aber zwischendurch auch Abschnitte, wo man ziemlich durchgerüttelt wurde. Andere Radfahrer, kurvige Streckenführung und das Beachten von Vorfahrtsregeln an Kreuzungen und Kreisverkehren ließen kein gleichmäßiges Tempo zu. Kein Vergleich zur Hinfahrt! Zur Belastung wurde auch die hochsommerliche Hitze. War die Temperatur in der Nacht noch angenehm, wurde es jetzt sehr warm. Spätestens nach 50 km waren die Trinkflaschen leer. An Tankstellen, Bäckereien und Cafes wurde wieder aufgefüllt. Und gegessen. Trotz Schmalzstullen, Riegeln und Gels waren die Energiespeicher aufgebraucht. Hinzu kam die Erschöpfung. So weit und so lange waren weder Stefan noch Dirk zuvor gefahren. Nach 400 km in den Beinen schien es auch so, als sei der Weg über den Teuto von Niedersachsen aus steiler und länger und steiler und länger wurde. Nach dem Teuto waren es „nur noch“ etwa 100 km. So verschieben sich die Maßstäbe. Über Greven, Münster und einem Spaghettieis erreichten die RSCler um kurz nach 20.00 Uhr Werne. Am Ende kam ein Schnitt von 26,0 km/h bei  503,96 km, 1.107 Höhenmetern und einer reinen Fahrtzeit von 19 Stunden und 21 Minuten heraus. Die Pausen eingerechnet hatten sie die 24 Stunden-Marke um 29 Minuten überschritten. Das Fazit: Distanz und Streckenprofil einer Fischbrötchentour sind ideal, um die Grenze der Belastbarkeit auszuloten.  Länger, profilierter und weiter hätte es nicht sein dürfen.

Und wir sagen: RESPEKT!

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Wenn wir schon nicht zu RTFs (Radtourenfahrten) fahren können, dann machen wir uns eben unsere eigene.

Aufgrund der Corona-Pandemie sind bis Ende August bundesweit alle RTFs abgesagt. Und dies macht es für die Breitensportler/innen des Vereins aktuell schwierig, das gewohnte Gruppengefühl einer RTF zu erleben: bei von Radvereinen organisierten Radtourenfahrten fährt man mit anderen Rennradfahren/innen auf markierten Wegen mit unterwegs eingerichteten Verpflegungsstellen und auf unterschiedlichen Streckenlängen in geselligen Gruppen im favorisierten Tempo sportlich durch die Landschaft.

Aber das ist eben in diesem Jahr nicht möglich und deswegen sieht es im Breitensportkalender des BDR (auf rad-net.com) mit den aktuellen Absagen so aus:

Damit wir als passionierte RTF-Fahrer/innen aber zumindest etwas RTF-Feeling erleben können, hatten wir am 07.06.2020 schon zu einer vereinsinternen RTF aufgerufen und uns aufgrund der sehr erfreulichen Teilnehmerzahlen überlegt, eine Wiederholung anzubieten.

Am Sonntag, den 02.08.2020 war es soweit. Wir hatten eingeladen, unsere “historischen” RTF-Strecken, die wir bis zum Jahr 2016 bei unserer jährlichen RTF-Veranstaltung angeboten hatten, in Gruppen abzufahren. Und so standen am Sonntag pünktlich um 10 Uhr 40 Vereinsfahrer/innen vor der Mensa am AFG und warteten auf den Gruppenstart. Bei dieser Vielzahl von Teilnehmer/innen kam direkt “RTF-Feeling” auf. Vor dem Start wurde ausgiebig die Gelegenheit genutzt, den eigenen sowie den Trainingsstand der Kollegen zu bekakeln.

Für alle 4 RTF-Strecken (42 | 75 | 112 | 155 km) gab es Guides, die die Gruppen über die Strecken führen sollten. Denn im Gegensatz zur einer offiziell ausgerichteten RTF gab es keine markierten Wege und auch keine Verpflegungsstellen. Die Guides sollten die fehlende Markierung ersetzen und für die Verpflegung gab es am Start Müsliriegel, Mettwurst und Bananen zur Auswahl. Allerdings musste man bei dieser “RTF”-Veranstaltung seine Verpflegung selber tragen.

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In Gruppen von 4 bis 15 Teilnehmer/innen machten sich die Vereinsmitglieder dann nacheinander auf die Strecken. Wobei die Teilnehmer/innen der 112 km Strecke sogar zwischen 2 Gruppen (gemütlicher und schneller) wählen konnten. Natürlich müssen wir hier feststellen, dass gemütlich nicht 20 km/h bedeutet, sondern dass auch hier Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen 27 und 30 km/h erzielt wurden. Gruppenfahrten machen eben schnell! Die Teilnehmer/innen der 155 km Strecke und der 112 km Strecke (schneller) konnten am Ende sogar Durchschnittsgeschwindigkeiten deutlich über 30 km/h auf ihren Tachos lesen. Die RSCler/innen sind – trotz oder wegen – Corona durchaus gut trainiert!

Das Fazit zum Ende des Tage: es macht Spaß, in der Gruppe zu fahren und Vereinsmitglieder zu treffen. Wenn es dann wieder mit den RTF-Veranstaltungen richtig losgeht, freuen wir uns auch darauf, Klarollegen/innen aus anderen Vereinen zu treffen. Aber wann das endlich klappt, bleibt abzuwarten!

Vielleicht schaffen wir es ja vorher, noch eine Vereins-RTF auszurichten?? Ganz bestimmt!